Versprechen gehalten: Liberale Erfolge im Kreistag

Das 6-Punkte-Programm ist die Leitschnur für die inhaltliche Arbeit der Kreistagsfraktion. Wir geben gerne einen Überblick über die Forderungen, die wir schon haben umsetzen können.

Wahlprogramm

Aus Punkt 3: Infrastruktur & Tourismus

"Eine solide Infrastruktur vor Ort ist die unverzichtbare Grundlage für eine hohe Lebensqualität vor Ort und auch eine starke Wirtschaft. So profitieren von einem gut ausgebauten Rad- und Reitwegenetz nicht nur Einheimische, sondern auch der Tourismus in der Region. Die Instandhaltung und der am Bedarf orientierte Ausbau dieser Netze werden darum von der FDP ausdrücklich auch weiterhin eingefordert."

Aus Punkt 6: Arbeit, Soziales, Jugendhilfe

"Der weitere Ausbau von Plätzen darf sich allerdings nicht nach starren Quoten richten, sondern nach dem tatsächlichen Bedarf. Das bedeutet insbesondere, dass in jedem Ort mindestens eine Kindertagesstätte mit Öffnungszeiten auch am frühen Morgen und am Abend vorhanden sein muss."

Umsetzung der Fraktion

 

Mit einem Antrag vom 26. November 2014 hat die FDP-Kreistagsfraktion gefordert, die Reinvestitionsquote für Kreisstraßen in vier Schritten bis zum Jahr 2018 auf 100% zu steigern. Der Antrag wurde vom Kreistag im Rahmen der Haushaltsberatungen 2015 einstimmig angenommen.

 

Link: Antrag Investitionsquote

 

 

Auf Antrag der FDP hat sich der Kreistag im Dezember 2014 zu dem Ziel bekannt, bis zum Jahr 2020 in jeder Kommune mindestens eine Kita mit flexiblen Öffnungszeiten vorzuhalten (Betreuungsmöglichkeiten zwischen 6 Uhr und 20 Uhr.). Mit verschiedenen Anträgen und Anfragen sind die Freien Demokraten am Ball geblieben.

 

Link: Antrag Kita-Öffnungszeiten

Link: Antrag Bedarfsprüfung


6-Punkte-Programm für den Kreis Coesfeld

Das nachfolgende Programm wurde auf dem ordentlichen Kreisparteitag am 12. März 2014 in Coesfeld einstimmig beschlossen. Es ist das Programm der FDP zur Kreistagswahl am 25. Mai 2014 und darüber hinaus die Richtschnur für das Handeln der Kreistagsfraktion. Das Programm kann auch als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Präambel
Fragt man einen Liberalen, worum es politisch geht, antwortet er: „Um Dich“. Mit unserer Politik streben wir Rahmenbedingungen an, die es jedem ermöglichen für sich und sein Umfeld das Beste aus sich herauszuholen. Wir lassen die Menschen auf ihrem Lebensweg in Ruhe, aber nicht im Stich.

Die FDP setzt sich auf allen politischen Ebenen dafür ein, die Freiheit der Bürger auszubauen. Eine Bevormundung durch Politik oder Verwaltung ist nicht im Sinne der Menschen. Ein Stück mehr Entscheidungsfreiheit für die Bürger stellt zum Beispiel die Wahl zwischen „COE“ und „LH“ beim KFZ-Kennzeichen dar. Wir stehen für diese zusätzliche Freiheit und werden uns darum für die Freigabe der Kennzeichenwahl einsetzen. Wegen unserer Grundeinstellung haben wir uns in der zu Ende gehenden Wahlperiode im Kreistag auch dafür stark gemacht möglichst bürgerfreundlich mit Bürgerbegehren umzugehen. Auf unsere Initiative hin können sich Initiatoren nun neben der Beratung durch die Verwaltung auch vor dem Start der Unterschriftensammlung nach niedersächsischem Vorbild direkt an den Kreistag wenden.

Wir stehen außerdem für optimistischen Fortschritt. So war es die FDP, die erste Überlegungen zu einem „papierlosen Kreistag“ angestellt hat um natürliche Ressourcen und Geld zu sparen. Wir fordern im Laufe der kommenden Wahlperiode eine vollständige Umstellung auf einen papierlosen Sitzungsdienst. Umso mehr Städte und Gemeinden sich im Kreis Coesfeld an einer solchen Lösung beteiligen, umso effizienter könnte die Umstellung bewerkstelligt werden.

Die FDP ist neben CDU und SPD die einzige Partei, die in allen elf Städten und Gemeinden im Kreis Coesfeld mit einem Ortsverband und im Rat sowie im Kreistag vertreten ist. Das macht uns zur Nummer drei im Kreis. Wir wollen diese Position auch nach der Kommunalwahl 2014 halten, um uns weiterhin mit starker Stimme für die Interessen der Bürger einzusetzen.

Der Kreis Coesfeld steht im landes- und bundesweiten Vergleich sehr gut da. Wir führen das insbesondere auf die Menschen im ganzen Kreis aber auch auf eine insgesamt kluge Regional- und Kommunalpolitik der vergangenen Jahre zurück. Wer stehen bleibt, wird überholt. Unsere zukunftsorientierte Politik dient den Menschen und nicht Ideologien oder Parteien. Darum wollen wir den Kreis Coesfeld stets weiter voranbringen und stärken. Das gelingt mit den Maßnahmen aus den Fachbereichen unseres 6-Punkte-Programms.

1. Finanzen
Der sparsame Umgang mit öffentlichen Geldern ist für die FDP eine Selbstverständlichkeit. Sparen ist für uns aber kein Selbstzweck. Vielmehr wollen wir in der Breite sparen, um an der richtigen Stelle Investitions- und Handlungsfähig zu sein und zu bleiben.

Der Kreis finanziert sich hauptsächlich durch die Umlagezahlungen der elf Städte und Gemeinden. Darum ist für uns klar, dass sich der Kreis nicht zu Lasten der kreisangehörigen Kommunen bedienen darf. Dies gilt allerdings auch umgekehrt, schließlich sind Schulden des Kreises mittelbar auch Schulden der Kommunen. Wir wollen darum konsequent den Weg der Entschuldung fortsetzen und fordern ein Bekenntnis des neuen Kreistags zum Schuldenabbau mit Hilfe eines langfristigen Tilgungsplans. Langfristig sollte sich der Kreis ein strenges Verschuldungsverbot mit nur wenigen Ausnahmen selbst auferlegen.

Gleichzeitig müssen wir bestehende Vermögenswerte erhalten. In den vergangenen Jahren lag die jährliche Investitionsquote in die kreiseigenen Gebäude oft unterhalb vom empfohlenen Richtwert in Höhe von 1,2% des Gebäudewerts. Diese Sparsamkeit an der falschen Stelle droht uns mittel- bis langfristig wieder einzuholen. Wir fordern darum die schrittweise Anhebung der Quote auf den empfohlenen Wert.

Anders als die politischen Mitbewerber sehen wir Bürgerfreundlichkeit nicht eindimensional. Neben einem freundlichen, schnellen Service und einer guten Erreichbarkeit bei Fragen und Anliegen gehört es auch zu unserem Verständnis von Bürgerfreundlichkeit, sparsam mit den Steuergeldern umzugehen.

Das bedeutet für uns, dass wir grundsätzlich freiwillige Aufgaben sehr genau auf ihre Wirksamkeit prüfen und bestehende Strukturen regelmäßig hinterfragen. So halten wir das Vorhalten von drei Standorten für das Kreisgesundheitsamt für nicht mehr zeitgemäß. Der Kreis Steinfurt hat es vorgemacht: Die Reduzierung auf einen Standort würde erhebliche Einsparungen mit sich bringen, die für die Entschuldung des Kreises genutzt werden sollten.

2. Bildung, Schule & Kultur
Die Schulen, die in der Verantwortung des Kreises Coesfeld liegen, sind gut aufgestellt und genießen großes Ansehen. Insbesondere die Berufskollegs profitieren von der ihnen gewährten größtmöglichen Selbstständigkeit. Diese Selbstständigkeit wollen wir mindestens beibehalten, wo immer rechtlich möglich und inhaltlich sinnvoll auch ausbauen. Lehrer und Schüler sind nah dran und wissen besser als die Politik, welche Investitionen und Veränderungen gerade besonders dringend sind.

Die Inklusion wird gerade im Bildungswesen in den kommenden Jahren, vielleicht Jahrzehnten, eine riesige Herausforderung. Die FDP stellt sich dieser Herausforderung, da eine liberale, chancengerechte Gesellschaft auch immer eine inklusive Gesellschaft ist. Anders als die rot-grüne Landesregierung verfolgen wir aber nicht das Ziel, die Inklusion in Form des gemeinsamen Unterrichts für „so viele Kinder mit Behinderung wie nur irgend möglich“ durchzusetzen. Für uns steht jeder einzelne Schüler im Mittelpunkt. Wir wollen darum den gemeinsamen Unterricht dort, wo es im Sinne und zum Vorteil der Schüler ist. Darum streben wir auch nicht das grundsätzliche Aus für alle Förderschulen an. Vielmehr gehen wir davon aus, dass wir insgesamt weniger Förderschulen benötigen werden.

Die Landesregierung ist bislang nicht ihrer Pflicht nachgekommen, klare inhaltliche Rahmenbedingungen und finanzielle Mittel zur Umsetzung der Inklusion im Schulbereich bereitzustellen. Dies fordern wir mit Nachdruck ein, da das Gelingen der Inklusion und die Akzeptanz der Bevölkerung für dieses Projekt davon abhängt.

Von besonderer Bedeutung für den Kreis Coesfeld ist, dass auch die zahlreichen kleineren Förderschulen eine echte Perspektive bekommen. Durch die Pläne der rot-grünen Landesregierung in Bezug auf Mindestgrößen droht insbesondere im ländlichen Raum ein Verlust von etablierten und anerkannten Schulen. Schon heute sind die Schulwege zur Förderschule oft viel zu lang. Ein politisch verschuldetes Sterben von kleinen Förderschulen im ländlichen Raum führt zu nicht hinnehmbaren Nachteilen für betroffene Schüler.

Mittel- bis langfristig werden alle Schulen im Kreis Coesfeld unter den sinkenden Schülerzahlen leiden. Wir müssen darum schnellstmöglich das Kirchturmdenken überwinden und eine gemeinsame, kreisweite Schulentwicklungsplanung initiieren. Den Kreis sehen wir in der Rolle des Moderators. Bei stets knappen finanziellen Ressourcen ist es ein Gebot der Klugheit und Nachhaltigkeit, Doppelstrukturen zu vermeiden um ein kreisweit attraktives Bildungsangebot für alle Fachrichtungen aufrecht zu erhalten.

Eine solche gemeinsame Planung im Kreis Coesfeld würde auch einen Baustein im Einsatz gegen den Fachkräftemangel darstellen. Hier gilt es, bestehende Dialoge zwischen den Schulen, Kammern und Verbänden zu intensivieren. Auch hat die FDP die Ansiedlung eines Fachhochschul-Standorts noch nicht aufgegeben. Wir müssen am Ball bleiben um die nächste sich bietende Chance schnell ergreifen zu können.

Der Kreis Coesfeld trägt schon heute mit zahlreichen Angeboten maßgeblich zur kulturellen Attraktivität unserer Region bei. Dies führen wir insbesondere auf die engagierte Arbeit in der Kreisverwaltung und die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in der Kulturarbeit zurück. Wir wollen das hohe Niveau halten, da ein attraktives kulturelles Angebot eine wichtige Säule für eine lebens- und liebenswerte Region ist. Die FDP versteht darum kulturelles Engagement der öffentlichen Hand nicht so sehr als reinen Kostenfaktor, sondern als Zukunftsinvestition.

Uns ist es wichtig eine Balance zwischen einzelnen großen Leuchtturmprojekten und vielen kleinen und mittleren Leuchtfeuern zu schaffen. So ist die Gründung der Stiftung zur Erhaltung der Burg Hülshoff ist Havixbeck ein tolles Beispiel für ein Projekt mit Strahlkraft, das durch kleinere Angebote stets ergänzt werden muss.

3. Infrastruktur & Tourismus
Eine solide Infrastruktur vor Ort ist die unverzichtbare Grundlage für eine hohe Lebensqualität vor Ort und auch eine starke Wirtschaft. So profitieren von einem gut ausgebauten Rad- und Reitwegenetz nicht nur Einheimische, sondern auch der Tourismus in der Region. Die Instandhaltung und der am Bedarf orientierte Ausbau dieser Netze werden darum von der FDP ausdrücklich auch weiterhin eingefordert. Einzelnen Leuchtturmprojekten wie Fahrradautobahnen erteilen wir hingegen eine Absage. Wir bevorzugen in diesem Zusammenhang kleine aber hochwertige Projekte.

Auch Nischensportarten dürfen nicht vergessen werden. So gibt es zum Beispiel auch den Wunsch von Mountainbikern für sie ausgelegte Strecken zu erschließen. Das begrüßen wir. Auch ist der Wassersport mit insgesamt fünf Yachthäfen am Dortmund-Ems-Kanal von immer größer werdender Bedeutung für den Tourismus. Bestehende Angebote müssen zur optimalen Nutzung miteinander vernetzt werden.

Das Straßennetz im Kreis Coesfeld ist in einem soliden Zustand. Mittel- bis langfristig ist aber auf vielen Strecken mit einem höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen. Die Instandhaltung und auch ein stellenweiser Ausbau der Infrastruktur müssen darum genau beobachtet werden. Eine Entlastung einzelner Strecken mit relativ geringem Flächenverbrauch könnte mit dem teilweisen Ausbau um eine dritte Spur als Überholspur ermöglicht werden. Da Straßenlärm eine enorme Gesundheitsbelastung darstellt müssen vor Ort auch Umgehungs- und Entlastungsstraßenprojekte regelmäßig auf ihre Notwendigkeit hin überprüft werden.

Der Kreis Coesfeld ist für sich selbst genommen eine starke Marke. Noch stärker wird er im Verbund des Münsterlandes als Region. Die FDP steht zur Förderung der Region durch den Münsterland e.V. und unterstützt ausdrücklich dessen Arbeit. Trotzdem muss es auch hier erlaubt sein, Strukturen zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Eine stärkere Einbindung der Kommunalparlamente in die Arbeit des Vereins könnte dabei wertvolle Impulse hervorbringen.

4. Wirtschaft und Kreisentwicklung
Die Arbeitslosenzahlen belegen Monat für Monat, dass die Zusammenarbeit vom Kreis und der Bundesagentur für Arbeit in diesem Fachbereich hervorragende Ergebnisse liefert. Diese Arbeit muss fortgesetzt werden. Mit dem Fachkräftemangel stehen aber auch Herausforderungen vor uns, die engagiert aufgegriffen werden müssen.

Für den Breitbandausbau besteht im Kreis Coesfeld ein gutes Konzept. Die FDP ist allerdings davon überzeugt, dass wir beim Ausbau deutlich mehr Tempo benötigen. Im Vergleich mit den anderen Münsterlandkreisen sind wir beim Breitbandausbau nämlich Schlusslicht. Die zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Menschen mit Heimarbeitsplätzen und Gründer sind aber auf eine schnelle Datenverbindung angewiesen. Kann diese nicht angeboten werden, werden Standorte im Kreis Coesfeld unattraktiv.

Das Münsterland als Region wird aktuell von Auswärtigen insbesondere als Freizeitregion wahrgenommen. Hier herrscht Nachholbedarf! Das bestehende positive Bild muss durch eine gemeinsame Anstrengung der Münsterlandkreise und der Stadt Münster um den wirtschaftlichen Aspekt ergänzt werden. Auch eine solche Stärkung wäre eine Säule im Engagement gegen einen Fachkräftemangel.

Die Wirtschaftsförderung im Kreis ist erfolgreich und bietet ein attraktives Programm für Unternehmen. Gerade die Programme, die eine Nische ausfüllen, gilt es zu stärken. So haben Evaluationen gezeigt, dass vergleichsweise geringe Investitionen des Kreises für Anreizprogramme zur energetischen Sanierung hohe Folgeinvestitionen im Kreis auslösen.

Alle Angebote der Wirtschaftsförderung sind regelmäßig auf ihre Wirkung hin zu überprüfen. Werden zum Beispiel hohe Folgeinvestitionen durch energetische Sanierungen oder im Bereich der Technologieförderung generiert, so können zusätzliche Mittel sinnvoll investiert werden.

Die Wirtschaftsbetriebe des Kreises Coesfeld sowie die kürzlich gegründete Gesellschaft zur Förderung regenerativer Energien im Kreis Coesfeld sind für den Kreis am Projekt Energiewende aktiv beteiligt. Dieses Engagement ist aus Sicht der FDP noch ausbaufähig. Es sollte allerdings stets beachtet werden, dass die kreiseigenen Gesellschaften nur im Rahmen bzw. im direkten Zusammenhang mit den Aufgaben der öffentlichen Hand aktiv werden. Dann können die Aktivitäten zum Beispiel dazu genutzt werden um die Gebührenbelastung für die Bürger zu senken.

Grundsätzlich müssen die Planungen für den Zubau von erneuerbaren Energien mit Augenmaß vorangetrieben werden. Eine Übersteuerung durch eine zu hohe Konzentration einzelner Anlagen in einer Region sowie ein zu hohes Tempo schaden der Energiewende, da die notwendige Akzeptanz der Bürger dann gefährdet ist. Die Entscheidungen zum Beispiel für den Bau von neuen Windkraft- oder Biogasanlagen müssen darum lokal und transparent sein.

Die FDP begrüßt die Eröffnung der Filiale der Verbraucherzentrale in NRW in Dülmen mit Beratungstagen in Lüdinghausen und Coesfeld. Studien zeigen, dass jeder in Verbraucherschutz investierte Euro einen Verbrauchernutzen in Höhe von sieben bis neun Euro generiert. Der kommunale Eigenbeitrag für den Verbraucherschutz vor Ort ist darum gut investiert. Wir wünschen uns, dass die Verbraucherzentrale eng mit Schulen, Verbänden und Institutionen zusammenarbeitet, um möglichst viele Menschen mit ihrem Angebot zu erreichen.

Die FDP begrüßt außerdem die zahlreichen Projekte und Initiativen der Regionale 2016. Die Verwirklichung der einzelnen Projekte muss aus unserer Sicht allerdings stets vor dem Hintergrund der jeweiligen Haushaltssituation bewertet werden.

5. Umwelt, Natur & Landwirtschaft
Kluge und effiziente Umweltpolitik ist ein Gebot von Generationengerechtigkeit. Der Kreis muss seine Anstrengungen in diesem Bereich darum fortsetzen. Insbesondere qualitative Aufwertungen bestehender Schutzflächen sollten dabei im Fokus stehen.

Mit klugen Ideen kann mit wenig finanziellem Aufwand viel erreicht werden. Ein tolles Beispiel dafür ist die Biogasaufbereitung in Coesfeld. Auch über den Ausbau von Alleen entlang von Kreisstraßen und Fahrradwegen kann etwas für die Natur und das Landschaftsbild getan werden.

Der Kreis Coesfeld muss beim Thema Klimaschutz auch weiterhin seine Vorbildfunktion ausfüllen. Die FDP begrüßt darum ausdrücklich den Plan, nach der Erstellung eines ausführlichen Klimaschutzprogramms die Einstellung eines Klimaschutzmanagers anzuvisieren. Dabei muss stets darauf geachtet werden, dass vorhandene Förderprogramme zur finanziellen Entlastung des Kreises voll ausgenutzt werden. Auch ist gerade in diesem Bereich eine möglichst enge Kooperation mit den Städten und Gemeinden äußerst sinnvoll, zum Beispiel über ein gemeinsames Projektbüro.

Der Erfolg von Arbeit im Umwelt- und Naturschutz hängt oft vom guten Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt ab. Es gilt, gute Bedingungen für beide Seiten zu schaffen. Möglich ist dies unter anderem durch gute Rahmenbedingungen für Institutionen wie das Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld.

Die Landwirtschaft ist eine starke Säule unserer regionalen Wirtschaftsstruktur. Diesen Familienunternehmen müssen die passenden Rahmenbedingungen im Strukturwandel geboten werden. Zu einer ehrlichen Debatte gehört aber die Feststellung, dass viele Menschen im Kreis der Strukturwandel in Form von immer größer werdenden Mastställen mit Sorge betrachten. Der Kreis Coesfeld muss auch hier verstärkt als Moderator und Vermittler auftreten, um mit gegenseitigem Verständnis für verträgliche Lösungen zu werben. Ein besonderes Augenmerk muss dabei dem Flächenverbrauch gelten. Dieser muss dringend reduziert werden, um Lebensraum für die Natur zu erhalten und um den Anstieg der landwirtschaftlichen Flächenpreise zu bremsen.

Für die FDP ist klar, dass erfolgreicher Umwelt- und Naturschutz sowie erfolgreiche regionale Wirtschaftspolitik nur im Dialog mit und nicht gegen die Landwirtschaft gelingen kann.

6. Arbeit, Soziales & Jugendhilfe
Eine niedrige Arbeitslosenquote ist der beste Beweis für erfolgreiche Politik für mehr Chancengerechtigkeit und Selbstverwirklichung. Diese Chancen müssen insbesondere mit dem heimischen Mittelstand und Handwerk erhalten und ausgebaut werden.

Das hohe Niveau der Chancen kann insbesondere durch eine effiziente Kooperation unterschiedlicher Akteure gelingen. Der Kreis kann dazu beitragen, indem er den regelmäßigen Austausch zwischen den Städten und Gemeinden, der Agentur für Arbeit, den Schulen, der Kreishandwerkerschaft, der Landwirtschaft, usw. moderiert und fördert.

Gerade im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sind frühe, präventive Ansätze erfolgversprechender und auch günstiger. Darum sind solche Ansätze stets allen anderen Wegen vorzuziehen. Ein gutes Beispiel für eine solche Arbeit ist die Unterstützung von Familien durch Hebammen direkt im Anschluss an die Geburt.

Auch das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung trägt durch die Übernahme von Kosten für Sportvereine oder Musikunterricht zu mehr Teilhabe von finanziell schwachen Familien bei. Wir bedauern, dass die Landesregierung die Mittel in der Vergangenheit pauschal und zu Lasten des Kreises Coesfeld abgerechnet hat. Wir fordern eine exakte Abrechnung, damit der Kreis Coesfeld für das Engagement für diese Familien nicht bestraft wird und wir die Chancengerechtigkeit weiter verbessern können.

Der Ausbau der Kindergartenplätze für unter 3-jährige Kinder war eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Einige Monate nach der Einführung des Rechtsanspruchs können wir festhalten, dass die Herausforderung bestanden wurde. Der weitere Ausbau von Plätzen darf sich allerdings nicht nach starren Quoten richten, sondern nach dem tatsächlichen Bedarf. Das bedeutet insbesondere, dass in jedem Ort mindestens eine Kindertagesstätte mit Öffnungszeiten auch am frühen Morgen und am Abend vorhanden sein muss.

Eine große Herausforderung ist für unseren Flächenkreis der Demografische Wandel. Dieser Prozess berührt als Querschnittsaufgabe mittel- oder unmittelbar alle Aufgabenbereiche der Kommunen. Betroffen sind zum Beispiel die Bildungs- und Kultureinrichtungen, die Stadtentwicklung und die Nahversorgung. Es ist für die FDP ein besonderes Anliegen, alle Bürger am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Projekte wie ein durch Bürgerbusse attraktiver gestalteter Nahverkehr, Mehrgenerationenhäuser oder altersübergreifende Kulturprojekte sind Beispiele zur Ermöglichung dieser Teilhabe.


Wahlaufruf
Nur die FDP steht bei der Kommunalwahl
für den konsequenten Abbau der Verschuldung für mehr Handlungsspielräume in der Zukunft,
für die Einführung des optionalen LH-Kennzeichens,
für die weitest gehende Selbstständigkeit unserer Berufskollegs,
für mehr Tempo beim Breitbandausbau,
für mehr Lebensqualität und erfolgreichen Tourismus durch gut ausgebaute Rad- und Reitwege,
für den konsequent am echten Bedarf ausgerichteten Aus- und Umbau der Kinderbetreuung in Tagesstätten zur Stärkung der Familien und
für einen zukunftssicheren Kreis Coesfeld, der seinen Bewohnern und Kommunen ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld gewährleistet und seinen Bürgern Möglichkeiten bietet, selber aktiv mitzugestalten.

Unsere Kandidaten kommen aus den unterschiedlichsten Berufen und Altersklassen, sie stehen für jahrelange Erfahrung und frischen Wind. Sie brennen für die Inhalte und unseren Kreis Coesfeld.

Wir bitten Sie, uns bei diesen Forderungen und bei unserer weiteren Arbeit zu unterstützen. Bitte wählen Sie darum am 25. Mai 2014 die FDP.